Vorsicht: Ihre Nieren haben ein Elefantengedächtnis!

Die Nieren sind als paariges Organ von besonderer Bedeutung für den menschlichen Körper, der zu nahezu 60% aus Wasser besteht. Ebenso elementar wie Wasser ist auch die Funktion der Nieren, die sich im Wesentlichen um das Thema Flüssigkeit dreht.
Wenn einem etwas „an die Nieren geht“, geht es tief. Die Nieren halten so manches aus, aber sie vergessen nichts. Wird das System überreizt, beginnt ein nahezu unaufhaltsamer Abbau an Leistungsfähigkeit, dem es möglichst früh zu verhindern gilt. Am besten, noch bevor sich spürbare Symptome zeigen. Denn diese treten erst recht spät auf – und dies meist nicht unmittelbar in der Nierengegend spürbar.
Die in Folge von Nierenschäden auftretenden Symptome und Schmerzen sind meist schwer zuzuordnen: wie etwa Schmerzen in der seitlichen Bauchregion oder in der unteren Rückenpartie. Weitere durch Nierenentzündungen verursachte Symptome können fiebrige Erkrankungen und Unwohlsein oder auch Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Verstopfung oder auch Atemnot sein.
Wann ist eine Dialyse notwendig?
Eine häufig gestellte Frage von Patienten, deren Nieren nur noch sehr unzureichend arbeiten lautet: „Wann ist eine Dialyse notwendig?“ Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Denn für eine fundierte Entscheidung sind meist nicht alleine Laborwerte relevant, sondern insbesondere auch das subjektive Befinden und der gefühlte Lebenswert wie etwa das Ausmaß der durch die eingeschränkte Nierenfunktion verursachten Symptome wie
• Abgeschlagenheit
• Müdigkeit
• Lustlosigkeit
• Appetitverlust (vor allem kein Appetit auf Fleischprodukte)
• Kälteintolleranz
• Muskelkrämpfe und Zittern
• Übelkeit und Erbrechen
• Durchfall

Letztlich handelt es sich um ein individuelles Mosaik, das der erfahrene Arzt richtig deuten und aufgrund seiner klinischen Erfahrung zusammensetzen muss.
Klassifizierung der Nierenerkrankungen
Zur Klassifizierung der Nierenerkrankungen bestehen verschiedene Modelle. Eine gängige Möglichkeit der Einteilung ist folgende:
1. Primäre Nieren-Erkrankungen, bei denen die Nieren direkt betroffen sind
2. Sekundäre Nieren-Erkrankungen, die sich als Folge anderer Erkrankungen einstellen – wie z.B. durch Bluthochdruck, Diabetes
   und nierenschädigende Noxen wie bestimmte Medikamente

In den Praxen Dr. Braun legen wir großen Wert auf eine differenzierte Diagnostik im Austausch mit Fachexperten und den behandelnden Hausärzten. In der Therapie setzen wir auf „eine Politik der kleinen Schritte“, die den Zustand des Betroffenen nachhaltig verbessert und stabilisiert.